Frauenheilungs-Seminare in Chile und Bolivien 2013

Frauenseminar in Chile

 

Vom 18. März bis zum 18. April war Frau Köhn in Chile und Bolivien unterwegs, um mit einer langjährigen chilenischen Freundin, die 20 Jahre in Deutschland gelebt hat und vor 2 Jahren nach Chile zurückgekehrt ist, Frauenheilungs-Seminare zu geben.

Die Seminare fanden statt in Chile, dort in Santiago de Chile, in Farallones (in den Andenkordilleren in der Nähe von Santiago) und in Bolivien, dort in den Städten La Paz, Santa Cruz de la Sierra und Cochabamba.

In diesen Seminaren ging es um die Heilung der Gebärmutter und der weiblichen Sexualität. In der Gebärmutter und den weiblichen Genitalien sind Informationen und alte Traumata gespeichert, die  Frauen und ihre Ahninnen aus den Generationen vorher erlebt und erlitten haben.

Gerade in Südamerika ist das Bedürfnis nach Aufklärung und Heilung der Sexualität sehr groß. Die sexuelle und häusliche Gewalt findet in einem wesentlichen größeren Maße statt als in Deutschland. Das hängt auch mit der traditionellen Rolle der Männer in den südamerikanischen Gesellschaften zusammen, die teilweise noch sehr patriachal geprägt sind und den Männern eine Vormachtstellung zugestehen.

Es gibt immer noch Gesetze, die eine eheliche Beischlafpflicht verlangen und das Wissen über Sexualität und das Verhältnis zum eigenen Körper ist teilweise mir großer Unsicherheit oder Scham behaftet, wobei auch der Einfluss von moralgebenden Instanzen wie der katholischen Kirche nicht unerheblich ist. Abtreibung ist in Chile ganz verboten, in Bolivien ebenfalls nicht erlaubt mit einigen Ausnahmegenehmigungen bei Vergewaltigung und Gefahr für das Leben der Mutter.

Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Frauengruppen und Initiativen, die mit großer Hartnäckigkeit versuchen, auf unterschiedlichen Ebenen Änderungen herbeizuführen.

In den Seminaren wurde mit verschiedenen tantrischen und bioenergetischen Methoden der Körperarbeit sowie im Becken und im Beckenboden gearbeitet. Unterstützt wurde die Arbeit durch Kundalini-Yoga und verschiedene Übungen (Kriyas), die die Körperwahrnehmung schulen und Blockaden im Körper lösen sollten. Auch verschiedene Massageelemente wurden miteinbezogen.

Durchgängig spielte das Thema Kommunikation und Intuition in den Seminaren eine große Rolle. Jeweils in Dreier-Gruppen lernten die Frauen, sich mehr mit ihrer Intuition zu verbinden, die durch die Auflösung von Blockaden in der Bauch- und Unterleibsregion wieder besser zu spüren ist, und aus der Intuition heraus mit den anderen zu kommunizieren.

Darüber hinaus ging es auch um die Selbstermächtigung der Teilnehmerinnnen, um sich besser mit anderen Frauen zu verbinden, sich weiterhin zu treffen und auszutauschen und an der eigenen Heilung weiter zu arbeiten.

Wie in Deutschland und Europa sind es in Südamerika hauptsächlich die Frauen, die sich für eine gesunde Ernährung, für einen anderen Umgang mit ihrem Körper, für Yoga und Bewusstseinsentwicklung interessieren. In Santiago, der Hauptstadt in Chile gibt es eine große Kundalini-Yoga-Szene, in der die Frauen federführend sind, aber inzwischen auch jüngere Männer teilnehmen. Noch viel mehr als hier gibt es eine Kluft zwischen Frauen und Männern, was ihr Interesse an der Entwicklung ihrer Persönlichkeit betrifft und was von dem Frauen teilweise als sehr schmerzlich empfunden wird. Sie würden die Männer gerne auf ihrem Weg mitnehmen, um eine neue Kultur zwischen Frauen und Männer aufzubauen.

Im Jahre 2014 sind weitere und aufbauende Seminare geplant, wobei es an einigen Orten auch darum geht, Seminare für Männer und Paare anzubieten.