Zurück in eine Zukunft voller lustvoller Weiblichkeit

Die Emanzipation hat den Frauen eine lang ersehnte sexuelle Freiheit gebracht, sie aber auch vor neue Herausforderungen gestellt, denen sie sich gegenüber sehen. Dabei sind die Perfektionsansprüche, nicht zuletzt bedingt durch gesellschaftliche Vorbilder, heute höher denn je.

Moderne Frauen wollen nicht nur perfekte Lebenspartnerinnen, Mütter und erfolgreich im Beruf sein, sondern auch noch makellos aussehen und einen Ruf als gute bis überragende Liebhaberinnen haben. Das entspricht nicht gerade einem Leben voller lustvoller Hingabe, was eine gewisse Voraussetzung für die Entfaltung der weiblichen Sexualität ist.

Hinzu kommt, dass sexuelle Gewalterfahrungen durch Männer oft noch Teil der Biographie von Frauen sind, die viel Heilung benötigen.

Auch durch den manchmal unwissenden Umgang der Geschlechter haben viele Frauen psychische Verletzungen ihrer Weiblichkeit oder Genitalien erlitten, derer sie sich manchmal selbst gar nicht bewusst sind.

Die Sexualität der Frau weist eine hohe Komplexität auf, und sie ist insgesamt immer noch nicht gut erforscht. Oft kennen Frauen ihren Körper und ihre Genitalien selbst nicht so gut, fühlen sich an einigen Tagen unglaublich lustvoll, wie beispielsweise während des Eisprungs oder während der Menstruation, und an manchen Tagen überhaupt nicht. Es gibt aber oft nicht die Möglichkeit, sich nach diesem menstruellen Zyklus zu richten und tief und entspannt in den eigenen Körper zu spüren, was er braucht.

Während der Menopause erleben Frauen oft eine Veränderung in ihren sexuellen Bedürfnissen. Die hormonelle Struktur verändert sich und Frauen, die sich vorher als sehr lustvoll erlebt haben, können das Interesse an Sexualität ein wenig verlieren und Frauen, die vorher wenig Interesse gezeigt haben, entdecken plötzlich ihre weibliche Lust. Viele Frauen genießen allerdings nach der Menopause den Zustand einer reifen Lust ohne die Schwankungen des menstruellen Zyklus.

Häufig wollen Frauen im Sex mehr Qualität als Quantität, was sie aber ihrem Partner gegenüber oft nicht gut kommunizieren können, ohne Angst zu haben, ihn zu verletzen oder ihn in seiner Männlichkeit zu kränken. Manchmal kennen Frauen die eigenen Bedürfnisse und den eigenen Körper selbst recht wenig und denken, der Mann müsse doch wissen, was ihnen gefallen könnte.

Viele Frauen bekommen während des Sexaktes keinen Orgasmus, sondern auf andere Weise, was durchaus normal ist, aber als Problem gesehen wird, weil es inzwischen so etwas wie eine gesellschaftliche Norm gibt, das ein vaginaler Orgasmus "besser" sei als ein klitoraler Orgasmus. Das erzeugt viel Leid in einer Partnerschaft, und meist fühlen sich beide Partner als Versager. 

Überhaupt sind Leistungsansprüche in der Sexualität enorm gewachsen. Frauen und Männer denken, dass es unbedingt einen Orgasmus geben muss, damit die Sexualität in der Partnerschaft stimmt. Entspannend lustvolle und langsame Liebesspiele sind eher die Ausnahme. 

Frauen dürfen mehr Selbstverantwortung in der Sexualität übernehmen. Es ist von Vorteil, wenn Frauen bereit sind, ihren eigenen Körper und ihren genitalen Raum besser kennenzulernen und zu erforschen, um herauszufinden, was ihnen gut tut und was sie wrklich wollen.

Ich bin auf diesem Gebiet sehr erfahren und unterstütze Sie gern.

Wenn Sie sich Beratung oder therapeutische Begleitung auf dem Weg zu einer erfüllenden Sexualität wünschen, wenden Sie sich an mich.